Strategie und Analyse

Porters fünf Wettbewerbskräfte

Ordnen Sie die Wettbewerbskräfte, die Ihren Markt prägen – Wettbewerbsintensität, Verhandlungsmacht der Lieferanten, Verhandlungsmacht der Kunden, Ersatzprodukte und neue Anbieter – nach Bedeutung.

Was das Framework ist

Porters Five Forces erklären, wie viel Gewinn ein Markt den Unternehmen darin lässt. Das Modell betrachtet fünf Kräfte:

  • Wettbewerbsintensität: die Rivalität zwischen bestehenden Wettbewerbern;
  • Bedrohung durch neue Anbieter: die Gefahr durch Markteintritte;
  • Bedrohung durch Ersatzprodukte: die Gefahr durch Substitute;
  • Verhandlungsmacht der Kunden: die Verhandlungsstärke der Abnehmer;
  • Verhandlungsmacht der Lieferanten: die Verhandlungsstärke der Zulieferer.

Michael Porter stellte es 1979 vor. Es ist bis heute der Standard, um zu beurteilen, ob sich der Eintritt in einen Markt oder seine Verteidigung lohnt.

So sieht das Ergebnis aus

BEISPIEL
Welcher Wettbewerbsdruck zählt in unserem Markt am meisten?

Wettbewerbsintensität

Gewinnquote
01
Preiswettbewerb
83%
20 Siege · 4 Niederlagen
02
Ähnliche Produkte
42%
10 Siege · 14 Niederlagen
03
Aggressives Marketing
25%
6 Siege · 18 Niederlagen

Verhandlungsmacht der Lieferanten

Gewinnquote
01
Wenige Komponentenhersteller
71%
17 Siege · 7 Niederlagen
02
Steigende Materialkosten
50%
12 Siege · 12 Niederlagen
03
Lange Verträge
29%
7 Siege · 17 Niederlagen

Verhandlungsmacht der Kunden

Gewinnquote
01
Große Handelskunden
63%
15 Siege · 9 Niederlagen
02
Einfacher Anbieterwechsel
54%
13 Siege · 11 Niederlagen
03
Preisvergleichsportale
33%
8 Siege · 16 Niederlagen

Bedrohung durch Ersatzprodukte

Gewinnquote
01
Do-it-yourself-Alternativen
79%
19 Siege · 5 Niederlagen
02
Abo-Dienste
46%
11 Siege · 13 Niederlagen
03
Gebrauchtmarkt
25%
6 Siege · 18 Niederlagen

Bedrohung durch neue Anbieter

Gewinnquote
01
Geringe Gründungskosten
67%
16 Siege · 8 Niederlagen
02
Ausländische Anbieter
58%
14 Siege · 10 Niederlagen
03
Plattformanbieter
25%
6 Siege · 18 Niederlagen

Wann es sich lohnt

Nutzen Sie es vor dem Eintritt in einen Markt, beim Schreiben eines Businessplans oder wenn die Margen schrumpfen und sich niemand über den Grund einig ist. Es beschreibt einen Markt, nicht Ihre Organisation. Für Ihre eigenen Stärken und Schwächen schließen Sie eine SWOT-Analyse an.

Die Falle ist, jeden Faktor unter jeder Kraft aufzulisten, sodass die Analyse alles für gleich wichtig erklärt.

So führen Sie es mit einer Gruppe durch

  1. Benennen Sie den Markt genau. „Craft-Bier in NRW“ liefert schärfere Antworten als „Getränke“.
  2. Listen Sie unter jeder Kraft drei bis sechs Faktoren auf.
  3. Die Teilnehmer gehen die Kräfte nacheinander durch. In jeder vergleichen sie die Faktoren paarweise. Teilnehmer brauchen zum Antworten kein Konto.
  4. Laden Sie Menschen ein, die den Markt von verschiedenen Seiten sehen: Vertrieb, Einkauf und alle, die nah an den Kunden sind.
  5. Nehmen Sie den obersten Faktor jeder Kraft. Zusammen zeigen sie, woher der Druck auf Ihre Marge wirklich kommt.

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